Wie bleibt die re:publica ein "Hoffnungsort", Andreas Gebhard?
Shownotes
Der re:publicast ist zurück! Auf dem Weg zur re:publica 2026 in Berlin melden wir uns mit vier Folgen, die auf der re:publica im Rahmen des Reeperbahn Festivals in Hamburg 2025 entstanden sind. Mit dabei in der ersten Folge ist Andreas Gebhard, Mitgründer und Geschäftsführer der re:publica.
Im Gespräch mit re:publicast-Host Jonas Ross spricht Andreas darüber, wie die re:publica sich in den letzten Jahren verändert hat, welche Folgen die Pandemie für die Arbeit an einem solchen Festival hatte und vor allem: warum es so dringend echte Begegnungen und analogen Austausch braucht, um über die Zukunft der digitalen Gesellschaft zu diskutieren.
Wie kann es gelingen, noch mehr Menschen für die Gestaltung des digitalen Raums zu gewinnen? Wie bleibt man unabhängig in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen? Und wie gelingt es, an digitalen Utopien festzuhalten – in Zeiten der Polykrisen?
Andreas Gebhard nannte die re:publica einmal einen Seismografen für die Trends und Entwicklungen der digitalen Gesellschaft. Angesichts ständiger Erregungen und rasanter politischer und gesellschaftlicher Verschiebungen müsste dieser Seismograf ja eigentlich ständig ausschlagen. Wie man dabei den Überblick behält und schlussendlich eine Plattform für konstruktiven Austausch bleibt, darum geht es in dieser Folge.
Transkript anzeigen
00:00:00: Nach der Republika ist vor der Republika.
00:00:05: Und so lassen wir mit dieser Folge das Motto Generation XYZ der Republika, und beginnen das Republikajahr, auch in diesem Podcast.
00:00:20: Mein Gesprächspartner in dieser Folge bezeichnete die Republika einmal als Seismograph für Trends und Ideen.
00:00:28: Ein Festival der digitalen Gesellschaft.
00:00:41: Das
00:00:41: ist mittlerweile ein bisschen
00:00:43: anders,
00:00:44: quasi genau gegenteilig.
00:00:46: Denn bei den Trends der digitalen Gesellschaft mitzukommen, ist ziemlich komplex geworden.
00:00:52: Vielleicht
00:00:53: unmöglich?
00:00:56: Wie also behält man den Überblick?
00:00:58: über Geschichten, Ideen und Impulse für die digitale Gesellschaft.
00:01:02: In einer Zeit, in der ein Seismograph quasi täglich neue Erschütterungen misst.
00:01:08: Wie hat sich die Republikan durch die Zeit der Pandemie verändert?
00:01:12: Und wie gelingt es, trotz zerstörerischer Kräfte im Internet, digitale Utopien zu bewahren?
00:01:19: Darum geht es jetzt.
00:01:23: Das ist der Republikast.
00:01:24: Mein Name ist Jonas Ross und in diesem Podcast spreche ich mit Menschen, die auf den vielen Bühnen in unzähligen Gesprächen und mit ihrem Wissen und ihrer Meinung auf der Republikan die Themen unserer Zeit verhandelt haben.
00:01:43: Diese Folge ist auf der Republikan Hamburg erstattet.
00:01:47: Im Rahmen des Reperbahnfestivals.
00:01:49: Ende.
00:02:00: Eine positive Veränderung der Gesellschaft ist Optimismus und der anderen, der anderen fünfzig Prozent ist Glück.
00:02:07: Das ist Andreas Gebhardt.
00:02:10: Seit dem Staat führt er die Geschäfte der Republikan und ist einer der vier GründerInnen.
00:02:15: Zudem ist er Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Zukunft Berlin und beschäftigt sich in verschiedenen Projekten und Unternehmungen vor allem mit den Themen Open Source und digitaler Gesellschaft.
00:02:29: Und Teile dieser digitalen Gesellschaft treffen sich auch in diesem Jahr wieder in Berlin zur Republika.
00:02:39: Und dann geht es mit Veröffentlichung des Mottoes, was ihr ja natürlich jetzt auch schon alle kennt, wenn dieser Podcast erscheint.
00:02:45: So ist es.
00:02:47: Inzwischen wissen wir Bescheid.
00:02:49: Unter dem Motto Never Gonna Give You Up lädt die Republika.
00:02:54: Dazu ein, einander oder insgesamt nicht aufzugeben.
00:02:58: das Netz zurückzuerobern und unsere Zukunft zu gestalten.
00:03:03: In Zeiten, in denen Algorithmen Meinungformen, Plattformen, Politik machen, Aufmerksamkeit zur Währung geworden ist und künstliche Intelligenz unsere Wirklichkeit zunehmend mitgestaltet, braucht es Gegenentwürfe.
00:03:16: Wie man diese Gegenentwürfe findet und kuratiert, die es in herausfordernden Zeiten gelingt, die Republikar weiterzuentwickeln, wie die Pandemie seine Arbeit und das Festival verändert hat und wie er sich seinen Optimismus bewahrt.
00:03:31: Darüber habe ich mit Andreas Gephard im Interview gesprochen.
00:03:35: Los geht's.
00:03:55: Von den Regnerischen Straßen Hamburgs, direkt in den Podcast, es wurde dringend Zeit.
00:04:02: Andreas, schön, dass du da bist.
00:04:03: Schön, dass du im Republikas bist.
00:04:05: Herzlich willkommen.
00:04:06: Hi, schön hier zu sein.
00:04:08: Du hast recht, es wurde mal Zeit.
00:04:10: Wenn diese Folge jetzt erscheint, dann sind wir ja auf dem besten Wege sozusagen zur ... Republika.
00:04:19: Und jetzt habe ich mich gefragt, zu Beginn dieses Gesprächs, vielleicht einmal
00:04:24: diese
00:04:24: Plattform zu bieten für Austausch
00:04:27: und
00:04:28: für die Diskussion über eine digitale Gesellschaft.
00:04:32: Das ist ja so der Kern des Ganzen.
00:04:34: Ich habe mich gefragt, ob du für dich den Bedarf und die Notwendigkeit siehst, das noch breiter anzulegen, also diese Möglichkeiten des Austauschs und der Plattform.
00:04:45: noch über dieses eine Event oder diese Events
00:04:49: noch
00:04:50: breiter zu machen, mehr Plattformen zu bieten.
00:04:52: Oder gibt es weitere Ideen, wo du sagst, da müssten wir eigentlich in gesellschaftliche Bereiche nochmal vordrängen, da müssten wir Menschen nochmal sprechen, Menschen erreichen, die wir jetzt vielleicht noch nicht
00:05:02: erreichen?
00:05:04: Viele.
00:05:06: Also beginnt erst mal mit der, mit der Zeitenwende, die wir als Veranstalterin ja auch mit dieser Corona-Krise hatten.
00:05:14: Also vorher hatten wir mehrere Formate international ausprobiert.
00:05:18: Wir waren in Agra, in Ghana sehr erfolgreich.
00:05:20: Wir waren fünf Stationen in den USA.
00:05:23: Vorher waren wir auch mal in Irland und in Griechenland.
00:05:24: So haben wir international viel probiert.
00:05:28: Wenn es nach mir ginge, würden wir das sehr viel mehr machen.
00:05:31: Es ist leider erst mal nicht so einfach darstellbar im Businessmodell.
00:05:37: Wenn man sich nicht rein abhängig machen will von deutscher Entwicklungszusammenarbeit oder von einzelnen öffentlichen Fördergeberinnen.
00:05:46: Aber das sehe ich als eine große Bereicherung für Republikan und wir sehen es, wenn wir heute uns immer noch angucken, die große Community von Menschen aus Sub-Sahara, Afrika, wo halt eben aus ganz vielen Ländern Leute regelmäßig zu uns kommen.
00:06:02: Das funktioniert in beide Richtungen, dass wir eben schon mal vor Ort waren, aber auch, dass wir viele Jahre in Ort sind, wo Kreative aus diesen Regionen halt zu uns nach Berlin kommen.
00:06:15: Und das ist so.
00:06:16: was, was ich wichtig finde, gerade in solchen Anti-Globalisierungszeiten, dass wir das diskutieren, wie wir die digitale Gesellschaft insgesamt sehen, nämlich als globales Phänomen.
00:06:32: Da gibt es halt einfach keine Staaten, Unterschiede außerhalb, vielleicht in Fragen von Regulierung und in Vorlieben und herangehensweisen.
00:06:39: Aber meine Sicht digitalen Gesellschaft ist halt eine globale, freie und emanzipatorische.
00:06:46: Und dafür sind natürlich solche Präsenzen, in welchen Formaten konkret auch immer wichtig und gut, wenn also unsere Themen international eine Rolle spielen.
00:07:00: Darüber hinaus sind wir schon sehr daran interessiert, auch in der Breite nochmal in anderen Orten.
00:07:08: Formate durchzuführen, das hätten wir vielleicht vor Corona nicht so gemacht, dann haben wir gedacht, okay, da ist Berlin.
00:07:15: Sind wir uns vielleicht selbst genug, aber die Zeiten haben sich da schon auch stark geändert, sodass wir auch nach Besucherinnenvorlieben vielleicht stärker nochmal auch in die Fläche gehen sollten.
00:07:26: Also Ideen gibt es da viele und auch Bedarf gibt es megamäßig.
00:07:28: Also das sehen wir ja, wenn wir international uns das angucken, gibt es wenig vergleichbare Orte, wo auf Augenhöhe über die Veränderung der digitalen Gesellschaft sprechen.
00:07:41: Wenn wir noch mal zurückgehen, wo Republikan begonnen hat, haben wir als Blogger-Event angewangen, Social Media und Web zwei Null und so weiter.
00:07:49: So richtig.
00:07:52: Relevanz hat es aufgeschafft, als wir... uns da weiterentwickelt haben, dass wir eben so ein Ort sind, wo über diese Auswirkungen des digitalen auf die Gesellschaft, also die digitale Gesellschaft, wenn wir darüber sprechen und eine Gesellschaftskonferenz zu sein, die immer in Kern halt das Digitale führt.
00:08:12: Und das wird eher wichtiger als weniger wichtig, dass es physische Orte gibt, wo man über diese immateriellen Diskurse verhandeln kann, sprechen kann und ja auch kritisch damit.
00:08:27: umgehen kann, aber eben auch als Hoffnungsort.
00:08:29: Und das ist seit gar nicht so lange Zeit ein wichtiger Begriff, den ich erst lernen musste, wie einige Sachen, die ich jetzt in den letzten ein, zwei Jahren über Republikan auch gelernt habe, dass Republikan so ein Hoffnungsort für viele Menschen ist.
00:08:41: Also ein Ort, wo man Batterien auftankt, wo man hinkommt und Gleichgesinnte vielleicht völlig anderer Meinung trifft, aber eben ein digital Optimismus in aller Dystopie.
00:08:56: Also, dass die Leute haben Bock und gehen auch beseelt, gar nicht im religiösen Sinne, sondern irgendwie aufgeladen, halt wieder weg und das zu schaffen ist, kriege ich ja so eine leichte Gänsehaut, weil es, ja, es ist ein ganz wichtiger Faktor, Menschen ist diese Veranstaltung wichtig und ich glaube, das könnten halt noch mehr Besucherinnen mitbekommen.
00:09:20: und ja, das versuchen wir halt zu ermöglichen und dabei halt nicht den Kern aus dem Fokus zu verlieren, dass wir auch Verantwortung tragen für die Kolleginnen Mitarbeiterinnen.
00:09:33: Wir müssen halt irgendwie Geld akquirieren.
00:09:34: Wir sind nicht staatlich gefördert als Institution.
00:09:40: Lange Jahre haben Leute gedacht, wir könnten für sie irgendwie Dienstleistungen erbringen kostenfrei, weil die gedacht haben, wir sind eine staatliche Institution.
00:09:47: Und weil wir eben so ... Human Centric würde man sagen, die digitale Transformation begleiten.
00:09:56: Das ist leider nicht der Fall oder auch gerade gut.
00:09:58: Das ist nicht der Fall.
00:10:00: Aber wir speisen uns aus vier, fünf verschiedenen Einnahmequellen und die müssen immer wieder neu justiert werden.
00:10:08: Und das ist halt schon so eine Aufgabe, die ich als Geschäftsführer.
00:10:11: ... der Republikan im Kern übernehme und deswegen ... ... muss ich auch immer versuchen und das ist ja auch ein ... ... das war jetzt die Frage, habe ich jetzt lange beantwortet, ... ... aber diese neuen Formate sind da deswegen wichtig.
00:10:22: Da muss man was ausprobieren, ... ... da kann was schiefgehen, da kann man was ausbauen ... ... und vielleicht ist das alles rot und man macht es nicht wieder, ... ... aber man muss es trotzdem versuchen, ... ... weil sonst ist man halt irgendwie ... ... in seinem Saft ... ... erstickt.
00:10:33: Auch im Zweifel ja als Motor für diese ... ... weil ich stelle mir jetzt vor, du sagst, ... ... es gibt verschiedene fünf, sechs Säulen, ... ... auf denen auch eine Finanzierung steht.
00:10:41: in den wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, in denen man sich ja auch bewegt, ist es ja auch wahrscheinlich ein ziemlicher Balanceakt, eine Unabhängigkeit zu wahren.
00:10:50: Also ich stelle mir das an deine Rolle als nicht besonders leicht vor, in den aktuellen Situationen auch diesen Balanceakt irgendwie zu gehen zwischen wirtschaftlich herausfordernde Zeiten und gleichzeitig unabhängig bleiben.
00:11:03: Da sind neue Formate ja vielleicht auch eine.
00:11:05: Ein Weg.
00:11:06: Ja, also auf jeden Fall.
00:11:07: Einmal natürlich eine Inspirationsquelle, aber einen klaren Versuch, auch da mehr Ausgewogenheit hinzubekommen.
00:11:18: Ich glaube, was die Veranstaltungsbranche insgesamt vor besonderer Herausforderung stellt, anders noch als andere Branchen vielleicht, wobei ich das da jetzt gar nicht wirklich bewerten kann.
00:11:30: Aber für das kann ich sagen, es sind halt die ... krass gestiegenen Preise ... ... durch die Veränderung ... ... seit der Pandemie.
00:11:38: Also ... ... ich sehe das halt eindeutig ... ... in den Zahlen, ... ... die ich habe, wenn wir ... ... in den zwanzig, ... ... zwanzig zum ersten Mal wieder nach ... ... fünf Jahren in der Station produziert haben.
00:11:49: Da haben sich halt die Preise ... ... um fünfzig, ... ... um hundert Prozent erhöht ... ... in verschiedenen Gewerken, in Teilen.
00:11:57: Aber die Einnahmen haben sich so ... ... nicht entwickelt.
00:11:59: Das heißt ... Wir mussten Anpassung vornehmen in der Leistungsstruktur, was wir bieten, in der Inhaltsstruktur, neue Partner akquirieren.
00:12:09: Und dann kommt noch dazu.
00:12:11: Und das ist das, was du mit wirtschaftlicher Herausforderung seitens vielleicht auch meinst, eine stärkere Zurückhaltung bei Sponsoren, öffentliche Mittel weniger.
00:12:20: Auch das Käuferinnenverhalten von Tickets hat sich verändert.
00:12:23: Also das ist so eine echt so eine Potpüree an Herausforderung, die Ja, nur dann machbar sind, wenn man auch bereit ist, da unbequem ran zu gehen.
00:12:35: Also wir haben zu Leitz mit Tat dieses Jahr die ganze, also in twenty-fünfzig, die ganze Aufenthaltsqualitätsfrage mit Rheinnehmen des Technikmuseums Parks haben wir halt gecancelt.
00:12:48: Also konnten wir nicht machen.
00:12:50: Wäre eine super Fläche gewesen, die ich sehr liebe.
00:12:53: Dieser Park ist wirklich magisch, wie ich finde und direkt angeschlossen an die Station.
00:12:57: Jeder, der da mal gewesen ist bei einer Republik, weiß, dass es wirklich ein besonderes Privileg ist, auch das so zu nutzen, weil es uns diesen Zugänge auch in der Form nicht möglich sind.
00:13:06: Das mussten wir einfach kenzeln.
00:13:11: Haben auch an Bühnenmengen halt reduziert.
00:13:16: Und das führt natürlich dann auch zu Fragen innerhalb des Teams und in der Kuration, wenn an weniger Inhaltsabspielmöglichkeiten sind, also eben Bühnesituationen wegfallen.
00:13:28: ... können weniger Menschen auftreten und ... ... das sind dann, am Ende muss ich halt das entscheiden, ... ... dann bin ich halt der ... ... Bad ... ... der Bad
00:13:37: Boy ... ... Bad Boy ... ... oder Bad Guy ... ... oder
00:13:40: Bad Guy ... ... oder
00:13:41: Bad ... ... Medium
00:13:42: Young, wenn überhaupt noch ... ... Young, aber so ... ... ja, einer muss es ja irgendwie ... ... muss ja die Arschkarte dann haben, ... ... wobei wir natürlich das dann auch, ... ... wo es möglich ist, kondensual bei den ... ... Gründerin entscheiden, aber am Ende ... ... ja, rein formal muss ich die ... ... Fragen halt beantworten.
00:14:04: Und was ist halt immer noch ... ... auch ... ... wir haben uns über Corona verschuldet, ... ... das ist ja auch immer noch nicht weg.
00:14:09: Und so lange ist das ja auch alles gar nicht her.
00:14:11: Man macht jetzt Scherze.
00:14:13: Aber vor ... ... vor vier Jahren, fünf Jahren saßen wir ja ganz anders da.
00:14:16: Ja, klar.
00:14:19: Ja, also ... ... das ist aber auch ein Grund, warum ich jetzt sage, ... ... Republikum ist so wichtig als Hoffnungsort, weil ... hilft ja nix, es muss es ja weitergeben, weil diese ganzen Veränderungen, die nehmen ja eher zu und die müssen ja wenigstens mal im Anzipatorisch begleitet und betrachtet werden und dokumentiert werden, wie ich häufig sage, als Zeitgeistdokumentation.
00:14:42: Da muss sich ja jemand angucken, was passiert denn da?
00:14:43: In der Vielschichtigkeit.
00:14:45: und da sehe ich unsere Aufgabe als Republikan und die Aufgabe wird bleiben und wir müssen, das sehe ich als meine Aufgabe an, das halt ermöglichen.
00:14:54: und da kann ich auch nur jeder Hörerin an den Empfangsgeräten sagen, wer halt in Unternehmen arbeitet, Bock hat, uns zu unterstützen.
00:15:03: Wir machen extrem spannende Formate, wo man eben sehr viele verschiedene Ziele erreichen kann, weil unsere Besucherstruktur sehr, sehr interessant und spannend ist und jedes Mal halt eine tolle Erfahrung ist.
00:15:19: Ich wünschte, ich könnte halt jedem ... potenziellen Geschäftspartnern ... ... in irgendeiner Weise das Gefühl, ... ... was man halt bei Republikan bekommen kann, ... ... also auch so vermitteln, ... ... aber das ist nicht so möglich.
00:15:27: Also ich habe ... ... jetzt in diesem Jahr als häufiger mal versucht, ... ... mit so einem ... ... es hat halt so was wie ein ... ... California-Dreaming-Feeling oder so.
00:15:36: Also das ist halt, ... ... wenn man den Ort betritt, ... ... dann hat es schon was gewisserweise Magisches.
00:15:41: Also ... ... es ist halt anders so, ... ... es scheinen Dinge möglich.
00:15:46: Und das ist irgendwie wie so ein ... bisschen befreiter Horizont und viele Menschen beschreiben das wirklich als Hoffnungsort und das können halt eben auch für Partner ganz spannend sein.
00:15:57: Du beschreibst es ja auch immer als Festival nicht als Messe.
00:16:01: Absolut,
00:16:01: als Messe geht gar nicht.
00:16:05: Wobei wir Ausstellungscharakter haben, aber es ist und Leute verkaufen Produkte und Services und so, das ist ein ganz klarer Bestandteil der Veranstaltung, aber... Es ist keine Trade Show, sondern es ist die Leute kommen halt wegen Vorträgen und wegen Netzwerken, wegen Inhalten und sozialen Kontakten und wegen ihrem Business.
00:16:34: Es ist halt eben fifty-fifty.
00:16:36: Leute kommen aus privaten und aus ... Geschäftlichen Gründen.
00:16:41: Ich sage auch manchmal ganz gerne, auch wenn das bei uns im Team nicht alle oder fast keiner teilt, aber ich sag eigentlich, es ist ein Business Festival, weil Leute kommen wegen ihrem Business dahin.
00:16:50: Also das können Studierende genauso sein wie Firmenlenkerinnen.
00:16:55: Die Leute kommen halt dahin, weil sie etwas wollen und es ist nicht nur Entertainment.
00:17:01: Es ist mindestens bei Eddie Entertainment, aber es ist eigentlich, es ist halt eher wirklich Leute kommen dahin, weil sie sich aufschlauen wollen, weil sie ... andere kennenlernen wollen, weil sie sich weiterentwickeln wollen.
00:17:13: Und das ist halt immer schwer rüberzubringen in einem Satz.
00:17:16: Sag mal in einem Satz, was ist das?
00:17:17: Und deswegen gibt es halt ... ... gibt es jetzt auch nicht so viel vergleichbare ... ... andere Veranstaltungen weltweit.
00:17:22: Und deswegen glaube ich, dass wir da gebraucht werden.
00:17:28: Festival bedeutet ja auch immer, dass man das feiert.
00:17:31: Also im Zweifel feiert man dann ja auch die ... Das ja am Leben halten von Utopäen oder das am Leben halten von Ideen.
00:17:37: Also man feiert ja auch die digitale Welt.
00:17:39: So hat es ja angefangen.
00:17:39: Ja, natürlich.
00:17:40: Sie hat ja angefangen als Enthusiasten.
00:17:43: Super viele Punkte, die du auch angesprochen hast.
00:17:45: Würde ich näher drauf eingehen, was mich aber vorab interessiert ist.
00:17:49: Jetzt sind wir ein paar Monate nach der Republik in Berlin.
00:17:53: Und du hast selbst mal gesagt, hab ich gehört, dass... Das Motto, was ihr euch gebt, natürlich immer nur zehn, fünfzehn Prozent eigentlich der gesamten Veranstaltung ausmacht.
00:18:03: Aber an sich ist es ja ganz interessant, jetzt fand es statt unter dem Motto Generation XYZ.
00:18:09: Und du hast es gerade beschrieben, wie ihr angefangen habt, also diese Blogger und dieses Web zwei Punkt Null, also so eine Art von Nerdgruppe eigentlich.
00:18:18: Und seitdem hat sich das Internet, hat sich die Republikan, hat sich unsere Gesellschaft komplett verändert.
00:18:24: Und gerade unter diesem Motto.
00:18:26: passt ja sehr gut, dass jetzt eine andere Generation von Menschen ja auch Teil haben am Internet.
00:18:30: Menschen, die gar kein anderes Leben ohne das Internet kennen.
00:18:34: und dann gibt es die Generation dazwischen.
00:18:36: und da gibt es eine Generation, die hat das Internet super spät erst entdeckt.
00:18:40: Und mich würde total interessieren, wie nach dieser Veranstaltung und nach dieser Betrachtung der Generation vielleicht, wie hast du das... ... empfunden.
00:18:50: Also wie ist das zusammenleben von den Generationen im Internet?
00:18:53: Also was nimmst du mit von der Republik jetzt, ...
00:18:56: ... der Modho bildet ja eher so eine Entwicklung ab, ... ... die wir dann dokumentieren und für die ... ... Integration von Leuten aus sehr vielen jüngeren Jahrgängen, ... ... als wir als Gründerin sind.
00:19:13: ... haben wir ja schon in den letzten Jahren viel gemacht.
00:19:16: Also kostenlose Tickets für Leute ... ... zwischen vierzehn und ... ... einundzwanzig ... ... Zugänglichkeit ... ... ermöglichen ... ... auch Safe Spaces zu schaffen ... ... im Rahmen von Tincon, also eben zu gucken, ... ... dass da auch Leute unter sich bleiben können ... ... und da keine Älteren dabei sind und ... ... also für uns selber ist es, glaube ich, eine sehr ... ... gesunde ... Mischung, die aber eben auch ein Effort beinhaltet, so wie wir das in der Vergangenheit auch hatten, dass wir sehr männlich waren, was halt die Sprecher anging als das angefangen hat und auch in den Besuchegeschlechter-Aufteilungen.
00:19:59: Und das hat viele Jahre gedauert, um das halt anzupassen.
00:20:03: Und jetzt sind mehr Frauen da als Männer, als Besucherinnen und als Sprecherinnen.
00:20:09: Und so sehe ich das da auch.
00:20:10: Das ist halt wirklich so eine Art organisches Wachstum geben muss, dass Jüngere dazukommen.
00:20:15: Das antwortet nicht die Frage für das Zusammenleben der Generation, aber so sind wir so ein bisschen als Prototyp einer aufgeklärten digitalen Gesellschaft zu sehen.
00:20:26: Auch wenn viele von außen uns eher dann als Bubble und als was auch immer bezeichnen, sehe ich es halt schon so, dass man halt eben verschiedene Formate anbieten kann.
00:20:38: und gut am Ende sind Fähigkeiten auch nur in Anfangszeichen ein Festival, aber da halt die Bühne Menschen zu geben zwischen fünfzehn und fünfsebzig ist halt eine coole Sache.
00:20:54: Aber jetzt sagst du ja schon, dass es eine aufgeklärte digitale Gesellschaft.
00:20:59: von Zweifel ist, wenn sich die Republika versteht als Eine, wie du sagst, eine Zeitdokument oder Zeitdokumentation für den Zustand der digitalen Gesellschaft müsste da, gehört da nicht auch die unaufgeklärte Teil der Gesellschaft dazu.
00:21:15: Also was meint eigentlich so dieses digitale Gesellschaft?
00:21:19: Das ist ja mehr Zerfaserung als nur in Generation.
00:21:22: Wir haben ja keinen missionarischen Eifer.
00:21:26: Wir müssen nicht erziehen oder aufklären, sondern wir geben eine Plattform, wo Gedanken und Entwicklungen beschrieben werden, wie sie gerade stattfinden.
00:21:38: Und das gilt erst mal für die, die kommen.
00:21:45: Also wenn ich mir jetzt vorstellen würde, hätte ich natürlich total gerne ... ... so einen Karls-Erdbeerhof für die digitale Gesellschaft, wo man irgendwie ... ... dreiundfünfundsechzig Tage lang hingehen könnte.
00:21:59: Das fände ich super, weil das braucht es eigentlich.
00:22:01: Und ich würde in jedem Ort ganz gleich welche Postleitzahl die hat.
00:22:07: Der Ort hat einen Ort für die digitale Transformation sehen, die nicht nur wirtschaftsgetrieben ist, sondern was das halt eben mit den Menschen macht, weil es ja eine erodierende, nicht greifbare und nicht erklärte Veränderung ist, die gerade stattfindet und die auch einzigartig ist.
00:22:27: Du hast es eben schon beschrieben, einzigartig für die Leute, die davor und danach kennen, aber jetzt auch einzigartig für den Übergang für ganz viele Menschen, die es gar nicht anders kennen.
00:22:36: Das wird ja so in der Form auch nicht so oft passieren.
00:22:40: Und ob es jetzt eine Singularität gibt, wo halt irgendwie Maschinen noch mehr übernehmen oder alles.
00:22:48: Wer weiß es, wie das in den nächsten Jahren stattfinden wird, der Punkt ist, wir begleiten das.
00:22:53: Und das ist unsere Aufgabe in den Rahmenbedingungen, die wir halt möglich haben.
00:22:57: Und nochmal, also wenn jemand Lust hat, mit uns einen digitalen Erdbeerhof zu machen, bin ich gern dabei.
00:23:04: Trotzdem ist ja so ein bisschen die Frage, weil du das auch am Anfang angesprochen hast, dass das so der rote Faden ist, der sich durchzieht.
00:23:10: Also dieses Bauen und am Leben halt von einer Utopie, also dieses Versprechen auch von einer demokratisierten Internetgesellschaft und diese Utopie, dass das Internet und unser gesellschaftliches Zusammenleben im Netz besser werden kann, gut sein kann.
00:23:27: Das ist ja der rote Faden und du sagst selbst und so habe ich es auch wahrgenommen bei den Besuchen immer, dass das die Leute ja auch zusammenhält.
00:23:34: Hast du das Gefühl, dass es immer schwieriger wird, mit den Jahren diesen Platz für digitale Utopien einzuräumen?
00:23:44: Oder ist das noch genauso einfach wie an Tag eins?
00:23:47: Schwierige Frage.
00:23:48: Also an Tag eins war ja erst mal das Ziel, dass man Menschen, die sich nur aus dem Internet kennen, physisch zusammenbringt.
00:23:55: Das machen wir heute auch noch so.
00:23:56: Das ist also ein Versprechen, was eingelöst ist, genauso wie ein Versprechen, dass wir auch schon von Tag eins von der ersten Show an... Unternehmen eingebunden haben als wichtigem Bestandteil der digitalen Gesellschaft, sei es damals IBM, Google und große Unternehmen, das machen wir heute genauso.
00:24:12: Das heißt, wir haben nie so einen Kipppunkt gehabt, wo wir halt auf einmal kommerziell geworden sind, sondern das war immer schon her Bestandteil halt.
00:24:21: Und wir haben kein Versprechen für ein demokratisches Internet abgegeben, sondern eher andersrum haben wir eher immer die Bedrohungen halt auch beschrieben und die Menschen, die sich eine emanzipatorische digitale Gesellschaft wünschen oder daran arbeiten, die treffen sich unter anderem bei uns.
00:24:39: Dass eine Ernüchterung stattgefunden hat bei ganz vielen, die gedacht haben, es ist vielleicht so eine Art aufklächerischer Selbstläufer geschenkt.
00:24:49: So ist das halt.
00:24:50: Also, dass seitdem Hass und Hetze eine sehr viel wichtigere Rolle spielen als Love Out Loud, haben wir alle schmerzlich gemerkt.
00:25:02: die
00:25:03: ekelhaften Gewaltandrohungen für Frauen oder queere Menschen sind, die halt tagtäglich sind.
00:25:12: Genauso wie halt, dass viele Versprechen, die mal gegeben worden sind für eine egalitäre digitale Welt.
00:25:23: Ja, das Internet ist an vielen Stellen einfach ein totaler Scheißhaufen.
00:25:28: Der auch noch super konzentriert.
00:25:30: einigen wenigen gehört, die Wenn man sich anguckt, welche Plattformen genutzt werden, ist halt fast keine in der Hand der Allgemeinheit, sondern halt in der Hand von ganz wenigen Unternehmen.
00:25:44: Und ja, das ist halt eine Fehlentwicklung, die so hoffe ich nicht nachhaltig ist.
00:25:53: Und deswegen bin ich auch immer noch wie zu den Anfängen von Republikan und auch die Jahre davor schon ein großer Freund von freier Software, von Open Source Infrastrukturen, von Infrastrukturen, die die Menschen selber kontrollieren können.
00:26:05: Das ist eigentlich wichtiger heute denn je, dass wir eben da Dinge weiterentwickeln.
00:26:13: Um halt eben auch digital souverän zu sein und nicht nur in dem Sinne, wie es jetzt halt in hybriden Angriffsszenarien auf unsere physische Freiheit das Wort geredet wird.
00:26:28: Digitales souveränität beginnt halt bei jedem einzelnen auch.
00:26:31: Ja, aber.
00:26:33: Endeffekt ist es ja vor allem eine Zustandsbeschreibung.
00:26:37: Sehe ich aber auch total als Aufgabe von Republikan an, den Zustand, den Ist-Zustand zu beschreiben.
00:26:43: Das ist
00:26:44: zu dokumentieren
00:26:45: und
00:26:46: eine Plattform
00:26:46: zu sein dafür und wir sind nicht Partei und wir haben alle unsere eigene Meinung und wir haben einen Code of Contact, wir sind ein Safe Space.
00:26:55: Wenn das für manche Leute da draußen eine Provokation darstellt oder irgendwie, dann heißt es aber nicht, dass wir dadurch ... auch der falschen Seite der Barrikade sind, sondern diese Menschen sind das dann, weil ... ... das Internet und die Gesellschaft sollte ein ... ... Raum sein, wo sich jeder ... ... wie sie oder er möchte entfalten ... ... möchte, ohne dass halt andere ... ... in Mitleidenschaft gezogen werden.
00:27:19: Und dann kann jeder sein, wie er möchte.
00:27:21: Und ... ... da muss das halt sicher sein.
00:27:24: Und das ... ... möchten wir bieten als ... ... Raum.
00:27:28: Und ich finde es eigentlich eher absurd, ... ... dass es halt nicht viel mehr solche Räume gibt.
00:27:30: Ja.
00:27:31: Das ist wohl wahr.
00:27:32: Hast du dir persönlich diesen Optimismus, diesen Willen nach einer Utopie, bewahrt im Rahmen dieses Scheißhaufens, den du gerade beschrieben hattest?
00:27:44: Hat sich deine Einstellung zur Entwicklung oder zur Hoffnung auf bestimmte Entwicklungen verändert in den letzten Jahren, seit du die Republik machst?
00:27:54: Naja, es sind ja alles große Kreisläufe und auch Exkremente können wieder zu gutem werden.
00:27:58: Also das ist ... ... um halt in diesem von mir jetzt etwas ... ... leichtsinnig gewählten Bild halt zu bleiben.
00:28:08: Also ... ... ja, das hilft ja nix, ne?
00:28:11: Also ... ... ich glaube ... ... fünfzig Prozent der ... ... der Miete für ... Eine positive Veränderung der Gesellschaft ist Optimismus und der anderen, der anderen fünfzig Prozent ist Glück.
00:28:25: Ja, also wenn wir nicht irgendwie gut erlauen und in der richtigen historischen Situation handeln, dann wird es schwierig.
00:28:32: Und das Rüstzeug dafür zu geben, dafür kann man zur Republikan kommen.
00:28:36: Es ist auch das, was du dir wünschst, was Menschen mitnehmen, wenn sie zur Republikan gehen.
00:28:39: Es gibt so irgendwas, wo du sagst, du hast es vorhin ja angedeutet.
00:28:43: Was ist dein Wunsch nach... drei Tage Republikan oder nach zwei Tagen Hamburg oder wo auch immer die Republikan anstatt findet, bestenfalls ganzjährig.
00:28:53: Was wünscht du dir, was Leute mitnehmen?
00:28:57: Das ist eine schwierige Frage.
00:28:59: Also ich hoffe, dass sie mehr mitnehmen an Handlungsfreiheit in der digitalen Welt, also eben sich aufgeschlaut haben, also in gewisser Weise mehr wissen als vorher, also Rüstzeug haben.
00:29:16: sei es ganz haptisch in Umsetzung als auch intellektuell, um die Herausforderungen, die in ihren Biografien sind, zu meistern.
00:29:28: Und ja, einfach worum geht es.
00:29:32: Es geht darum, dass Menschen ein erfülltes, glückliches und möglichst kreatives Leben führen können nach ihren.
00:29:43: eigenen Vorstellungen.
00:29:44: Und deswegen ist für mich Republikan-Ort der Immunzipation.
00:29:47: Also eben der, auch im wahrsten Sinne des Wortes dann der Aufklärung und das gegen den Hass, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden.
00:29:59: Du hast die Republik ja auch mal als, hab ich zumindest im Interview gehört, mal als Seismografen bezeichnet.
00:30:06: Also ein Messgerät letztlich für Erschütterungen so.
00:30:09: Und jetzt frage mich natürlich, wenn du das so beschreibst, es ist ja... Ich stelle es mir zumindest auch für euch wahnsinnig schwierig vor, das so alles unter einen Hut zu bringen.
00:30:20: Weil wenn man es als Seismografen sieht, dann sind die Erschütterungen, die so passieren, ja so dermaßen viel mehr geworden und so viel extremer geworden und so viel lauter geworden.
00:30:29: Das ist ja wahnsinnig schwierig ist vielleicht auch ein Fokus zu legen oder sich vielleicht, du hast vorhin zum Beispiel das Thema Open Source angesprochen, also so diese technologische Grundlage gerät ja manchmal auch ... in den Hintergrund, wenn man sich die gesellschaftlichen Debatten, ... ... die im Netz stattfinden, anschaut.
00:30:45: Also ... ... findest du es schwieriger, ... ... so den ... ... mit den Schwerpunkten zu legen?
00:30:52: Weil ... ... ich mir vorstelle, dass ... ... der Seismographen müsste so viel anzeigen.
00:30:58: Wie legt man da Schwerpunkte, ... ... was die Netzkultur oder was in der Netzwerld ... ... irgendwie ... ... relevant
00:31:05: ist?
00:31:05: Stimmt, wir tun uns nicht leichter ... ... in der Erfindung von so einem Motto.
00:31:08: Und da haben wir ... ... hast du ja eben auch schon gesagt, ... ... das ist halt nur gewisse ... kleiner Prozentsatz ist.
00:31:16: Das ist nicht einfach.
00:31:18: Auch das ist richtig und nur eine Wiederholung von dem, was die Frage war.
00:31:21: Also die schiere Masse macht es nicht.
00:31:29: Also das haben wir jetzt gemerkt, dass das eben auch wenn es Hunderte von Sessions gibt, fallen auch Sachen hinten runter und da ist dann viel Bauchgefühl, viel Fingerspitzengefühl und Am Ende ja eine ganze Menge Tetris, wann können dann, welche Leute auch zu welchem Thema sprechen, gefragt.
00:31:51: So richtig lässt sich die Frage nicht beantworten.
00:31:55: Es gibt so einen Hineinhörn in den aktuellen Zeitgeist, es gibt Käuferparticipationen, wo wir das Ohr auf die Schiene legen, was Leute uns nahe legen an Inhalten.
00:32:05: Dann gibt es so ein Grundgefühl im Team und aus all dem entsteht so ein Programm.
00:32:10: Und hinterher merkt man dann, das hat man jetzt ganz vergessen, dann kommt es vielleicht noch dazu oder man hat es halt eben vergessen.
00:32:15: Das ist halt das Gute, dass wir halt auch nicht in der Situation sind, dass wir einen Vollständigkeitsnachweis lieferlösen, was auch absurd wäre.
00:32:27: Es darf keine reine plakative Werbung sein von Unternehmen, es darf auch kein plakatives Bashing sein oder.
00:32:34: Deswegen ist für mich Republikan auch nicht in erster Linie eine politische Veranstaltung.
00:32:41: Das ist eine gesellschaftliche Veranstaltung, die eben das Ziel versetzt hat.
00:32:45: Deswegen ist es auch mir wichtig, dass es nicht nur politisch ist, auch wenn es für mich ist ein Code of Conduct und keine Provokation und kein politisches Statement, sondern es ist einfach eine Selbstverständlichkeit.
00:32:58: Wichtig für welche Akzente man setzt ist, glaube ich, das Gefühl von vielen Menschen sei es jetzt enger bei uns oder aus dem Team oder drum herum als eine empirische Umfrage, das wichtigste Thema, was die Deutschen umtreibt ist Krieg und Frieden.
00:33:17: Das mag auch eine Rolle spielen, aber ja, das ist halt schon auch ein subjektiver Zugang.
00:33:25: dieser Menschen und was der Summe der einzelnen Teilen steht dann das, was es ist?
00:33:29: Also die Summe der Einzelteile ist doch ein guter Anfang.
00:33:32: Wie geht es weiter für dich, wie geht es weiter für die Republik, bis man sich im Mai dann wieder in Berlin trifft?
00:33:42: Ja, ich spreche mittlerweile so ein bisschen von so einer Art Fordistischen Prägung halt des Jahres.
00:33:47: Also jetzt geht es halt irgendwann mit einem Ticketverkauf los.
00:33:52: Wenn wir den Podcast rausbringen, habt ihr ja natürlich alle schon Ticket gekauft.
00:33:55: Wenn es vergessen haben solltet, macht es auf jeden Fall ganz zeitnah mal.
00:34:00: Ist auch gut für unsere Handlungsfähigkeit, dass möglichst frühzeitig viele Tickets gekauft werden.
00:34:08: Was im Übrigen auch eine krasse Veränderung.
00:34:10: nach Corona ist, da hat sich die Vorverkaufszahlen ungefähr halbiert.
00:34:15: Also so Planungssicherheit ist halt
00:34:20: anders
00:34:20: gewesen.
00:34:22: Ja, weiß ich nicht.
00:34:23: Also wir haben nur Thesen halt, das halt eben die Entscheidungsfreudigkeit, also dass man kurzfristiger entscheidet und dementsprechend auch darauf Nicht unbedingt darauf zurückgreift, dass man ein bisschen Geld spart, sondern dann lieber sich sagt, okay, dann kaufe ich lieber später, wenn ich es weiß, aber ich will mir die Entscheidung, sonst habe ich das Ticket an der Backe.
00:34:45: So, das ist auf jeden Fall ein Phänomen, aber du hast ja jetzt gefragt, was das als nächstes alles ist.
00:34:50: Das ist sozusagen ein wichtiger Seismograph wieder.
00:34:54: Wo stehen wir eigentlich im Vergleich zu den Vorjahren, weil wir müssen ja immer wieder beim Budget nahe null beginnen, um zu gucken.
00:35:03: Wollt ihr uns denn überhaupt noch?
00:35:07: Und dann geht es mit dem Parallelveröffentlichung des Mottoes, was ihr ja natürlich jetzt auch schon alle kennt, wenn dieser Podcast erscheint, in den Korf von Participation und in die Kurationsphase.
00:35:19: Und dann ist es auch schon Crunchtime.
00:35:21: Also erstes, zweites Katal wird dann alles vorbereitet und vor Ostern steht das Programm.
00:35:27: Und dann haben wir am achtzehnten, neunzehnten, zwanzigsten Die nächste Republikar in Berlin.
00:35:36: Klingt mich noch so wahnsinnig viel Pause für dich zwischen den einzelnen Veranstaltern.
00:35:39: Nö und vielleicht kommen wir auch noch ein paar Sachen dazu.
00:35:42: Ich muss das ja auch nicht alles selber organisieren hier nochmal.
00:35:44: Also ganz eindeutig an die wichtigsten Akteure im ganzen Zirkus Republikar ist halt das Team ist ja klar und die Menschen die halt zum Teil halt wirklich seit fünf seit zehn Jahren mit uns für uns für republik arbeiten würde das nicht möglich sein.
00:36:03: und dann großes dankeschön von herzen dass wir das halt zusammen machen können weil es halt auch so ein kraftzentrum braucht um das zu stemmen.
00:36:18: also wenn wir da jetzt nur eine kleiner gruppe wären und jedes mal wieder neu erklären müssen warum und wie und was und wir brauchen halt ein festes gutes team und das haben wir zum glück
00:36:31: Fantastische Schlussworte.
00:36:33: Lieber Andreas war, wie gesagt, überfällig, dass du im Podcast bist.
00:36:37: Toll, dass du dabei warst und wer weiß, vielleicht sprechen wir uns dann in Berlin wieder und dann schauen wir, was der Seismograph sagt.
00:36:46: Naja, ich gehe davon aus, dass es mindestens einmal jährlich sein muss, weil es verändert sich ja so viel.
00:36:50: So
00:36:50: ist es.
00:36:51: Danke dir.
00:37:02: Das war eine neue Folge des Republikes.
00:37:04: Wenn ihr keine Folge verpassen wollt.
00:37:07: Auch von unserem Republikast Spezial, mit Markus Beckerdahl zur digitalen Civilgesellschaft, dann abonniert diesen Podcast.
00:37:13: Und wenn er euch gefällt, dann bewertet ihn doch.
00:37:17: Auch in den letzten Jahren findet in Berlin die Republik statt.
00:37:20: Wenn ihr also vom achtzehnten bis zwanzigsten Mai dabei sein wollt, dann schaut doch mal in
00:37:25: die Show-Notes.
00:37:26: Dort findet ihr alle Infos zu Tickets, zu den Speaker-Innen und zu den Themen.
00:37:31: Mein Name ist Jonas Ross und wir sehen uns im Mai in Berlin, oder?
00:37:35: Bis dahin, alles Gute und Danke fürs Zuhören.
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